… eine zu heftige und schnelle Bewegung oder die Erschütterung des Nackens
Wenn ein Unfall den Körper zu heftig, zu schnell trifft und so eine Überforderung des vegetativen Nervensystems erzeugt, nennt man das ein Schleudertrauma. Diese heftige und überraschende Bewegung erzeugt eine Überdehnung oder Überreizung der Wirbelsäule und der Muskulatur, meist im Bereich des Nackens. Diese überraschende, starke Kraft lässt unseren Körper unvorbereitet starke Bewegungen ausführen. Meistens schleudert unser Kopf und Körper in eine Richtung und wieder zurück. Die normalerweise stützende Muskulatur kann in dieser schnellen, starken Bewegung nicht genug halten. Eine Überforderung der physischen und nervlichen Situation. Die bedrohlichen Gefühle und Emotionen in dieser Situation lassen Blockierungen im gesamten System entstehen. Das heisst, es gibt sowohl physische Blockaden im Nacken oder Rückenbereich, welche durch empfindliche Punkte und Schmerzen am Körper wahrgenommen werden können, ebenso entstehen energetische Blockaden (Trauma), die im Zusammenhang mit einem Unfall stehen und nicht verarbeitet werden können. Der Körper oder besser das Gewebe speichert das Ereignis.
Leider ist bei einem Schleudertrauma meist keine Ursache oder ein Befund auf einem Röntgenbild oder MRI sichtbar. Gerade deshalb werden Menschen mit Schleudertraumen oft als Simulanten bezeichnet. Nichts hilft gegen die immer widerkehrenden oder ständig plagenden Schmerzen, welche sich im Kopf, Nacken und Schulter/ Armbereich bemerkbar machen. Oft ist die Diagnose Schleudertrauma ein Sammelbecken für nicht spezifische Beschwerden, bei welchen viele Mediziner wenig Behandlungsmöglichkeiten kennen.
Die Polarity-Körpertherapie geht sehr achtsam mit besonders empfindlichen Bereichen um. Nur Berührungen, die sich gut und stimmig anfühlen, nur so viel Bewegung und Druck, dass die Energie wieder ins Fliessen kommt, werden angewendet. Oft ist es sinnvoller, erst das vegetative Nervensystem zu beruhigen, damit der Klient in die Lage kommt, sich wieder einmal richtig zu entspannen. Nach und nach kann blockierte Energie freigesetzt werden, schmerzhafte Verspannungen lösen sich, Bewegungsfreiheit wird wieder dazugewonnen. Allfällige Hör- oder Sehstörungen können nachlassen und Lebensqualität wird zurückgewonnen.
Wichtig ist, dass Klienten lernen, die Sprache des Körpers genau wahrzunehmen. Polarity hilft, diese Signale zu verstehen, das Vertrauen wieder herzustellen und in Kontakt mit dem ganzen Körper zu kommen, auch dort, wo Schmerzen sind. Ein Schleudertrauma ist keine endgültigen Diagnose. Wer bereit ist, mit seinem Körper zu arbeiten, kann lernen, sein Verhalten und die Selbstwahrnehmung zu schulen.